▶️Gerade bei den heutigen Zoomobjektiven kann ich den Bildausschnitt sehr schnell verändern. Das Objektiv verändert dabei den Bereich, der vom Sensor erfasst wird. Ausgehend vom menschlichen Auge beträgt der normale Winkel, in dem man Bilder erfasst, rund 50°. Packt man in dieses kreisrunde Gesichtfeld ein Rechteck (welches dem Film oder Sensor entspricht), erhält man einen etwas kleineren Bildwinkel. Dieser wird dann als Normalbrennweite bezeichnet. Beim alten Kleinbildfilm (KB) oder bei den teuren Vollformatkameras sind das 50mm Brennweite. So sind die Werte auch auf allen Objektiven angegeben.

▶️Besitzt man nun eine Kamera, die einen kleineren Sensor hat, wird der Bildwinkel von ca. 46° bereits bei einer geringeren Brennweite erreicht. Bei einem APS-C Sensor in den meisten Spiegelreflexkameras sind das dann rund 35mm. Viele ältere Fotografen rechnen also ständig ihre Brennweiten in das „KB-System“ um, ähnlich wie man EURO in DM umrechnet  . Der Umrechnungsfaktor wird auch als Cropfaktor bezeichnet und beträgt in diesem Fall rund 1,5.

▶️Alle Brennweiten kleiner als die Normalbrennweite werden als Weitwinkel bezeichnet, die größeren als Tele. Spezielle Weitwinkelobjektive starten bei 14mm (114° Bildwinkel), darunter werden sie als „Fisheye“ aufgrund der starken Verkrümmung bezeichnet. Bei den Teleobjektiven geht es bis zu 600mm, was noch einem Bildwinkel von rund 4° entspricht.

▶️Zur Verdeutlichung stelle ich einmal eine Grafik mit den unterschiedlichen Bildwinkeln und den dazu passenden Brennweiten (bei KB) ein:

Quelle:
https://schachtfotografie.wordpress.com/tipps-und-tricks/technische-details/bildwinkel-und-brennweite/