▶️Die Bildstabilisatoren sind in der heutigen Zeit in nahezu allen Kameras, zumeist in den Objektiven, verbaut. Der Bildstabilisator wird bei Canon mit IS für Image Stabilizer abgekürzt und bei Nikon mit VR für Vibration Reduction. Die Beruhigung des Bildes wird über den Bewegungssensor gesteuert. Dieser Sensor misst die vertikalen und horizontalen Erschütterungen. Mit dem eingebauten Prozessor wird die Stärke der Erschütterung gemessen, welche kompensiert werden muss. Im Objektiv befindet sich ein bewegliches Linsenelement, welches den Erschütterungen entgegenwirkt. So werden die Erschütterungen in den Objektiven kompensiert.

Der Bildstabilisator der Olympus OM-D E-M5 Mark II gleicht Verwackler auf fünf Achsen aus, was bis zu fünf Belichtungszeitstufen ausmacht.

▶️Es gibt jedoch auch Kameras, wie z. B. von Olympus oder Sony, bei denen die Bildstabilisatoren in der Kamera verbaut sind, nicht in den Objektiven. Dadurch sind bei Olympus und Sony die Objektive preislich günstiger. Jedoch ist ein Stabilisator im Objektiv vorteilhafter, denn nur damit ist eine genaue Abstimmung zum Objektivtyp möglich.

▶️Um ein wirklich unverwackeltes, einwandfreies Bild zu erhalten, gibt es eine Faustregel: Es muss der Kehrwert der Brennweite als kleinste Zeit zur Belichtung gewählt werden. Je länger die Brennweite ist, desto kürzer sollte die Belichtungszeit sein. Mit einer Brennweite von 80 Millimetern bedeutet dies also eine Belichtungszeit von 1/80 Sekunden. Je näher der Fotograf auf das Objekt heranzoomt, desto anfälliger werden die Bilder auf die kleinsten Erschütterungen. Mit einer Linse von 300 Millimetern reicht ein leichtes Wackeln an der Kamera aus, um ein wahres Erdbeben auf dem Sucherbild zu erzeugen. Professionelle Fotografen können jedoch eine längere Belichtungszeit ohne Verwackeln erreichen.

▶️Der Bildstabilisator bringt im Regelfall bis zu 4 Blendenstufen mehr. Jedoch sollte in jedem Fall Vorsicht geboten sein, denn auch mit einem Bildstabilisator, der sich wirklich nur bei langen Brennweiten stark bemerkbar macht, können Bilder von sportlichen Events z. B. nicht völlig wackelfrei entstehen. Gegen die sportlichen Bewegungen ist auch der Bildstabilisator machtlos. Hier sollte mit einer großen Blende und einer höheren ISO-Zahl bei weniger Licht gearbeitet werden.